Widersprüche, oder einfach Unwahrheiten, “Die 3.000 Hunde” ?

Einer der Macher dieser Seite, der Autor des 12. Argen-Märchens, hat es in diesem  bereits angesprochen – und auch deutlich belegt aufgezeigt – das am Anfang des Vereins „Gnadenhof – Lebenswürde für Tiere“ und damit der Tätigkeit der Frau Rohn von aggressiven Hunden und deren Therapie, nicht die Rede war.

Auch die Satzung sah dies nicht vor, im Gegenteil, diese sprach ausdrücklich von „nicht mehr vermittelbarer Tiere“, ohne Hunde überhaupt zu erwähnen.

In einer in 2/2002 erschienen Zeitschrift des „Arbeitskreises für humanen Tierschutz und gegen Tierversuche e.V.“, beschäftigt sich W. Tritschler mehrere Seiten mit dem Verein „Gnadenhof – Lebenswürde für Tiere e.V.“ und insbesondere der Vorsitzenden Frau Rohn. Hier schreibt er:

Bildzitat: Tritschler (Siehe Bildzitat, rechts)

Lassen wir die Tatsache, dass eine ganze Eselgruppe auf den Lempen Hof der Frau Rohn, von eben Herrn Tritschler selbst an Frau Rohn - keinesfalls aber als zerschundene Jahrmarkt Esel - verkauft wurden, beiseite. Uns soll beschäftigen, dass auch hier wieder keine Rede von aggressiven Hunden, oder deren Therapie ist.

Bildzitat Tritschler Bericht

Noch im August 2002 ist in der Presse über den Lempen Hof zu lesen „eine Art Waisenhaus für Tiere“ sei es. Ein 7-jähriger Schäferhund Jago, der 3-jähriger Labrador-Mischling Sky, oder das 2-jährige Dackelgeschwisterpaar Sarah und Cafu

oder überhaupt, wer junge Katzen und junge Hasen suche, all diese Tiere könne man beim Gnadenhof finden. 4-beinigen Nachwuchs gäbe es hier genug.

Keine Problem Hunde, keine Therapie, kein Flüstern – nichts in der Richtung, ein Gnadenhof oder allenfalls ein kleines privates Tierheim. Mehr nicht.

Bildzitat: Bella 2003Aber irgendwann danach, muss sich alles verschoben   haben.

Nach einer Medien-Bericht-Durststrecke, berichtet die Zeitschrift „Bella“, unter Berufung auf die Angaben von Frau Rohn, etwa August 2003 :

„Insgesamt 700 Hunde hat Sie (Frau Rohn) in den      letzten 10 Jahren vermittelt.“

(Der Gnadenhof besteht zwar erst knapp 4 Jahre, aber eventuell hat Frau Rohn nur vergessen eine solche, vorherige Tätigkeit, in Ihrer umfangreichen und bemerkenswerten Biografie zu erwähnen.)

Dann aber überstürzen sich die Ereignisse, Bildzitat: S-Z-Magazin 2003

dass Tempo nimmt rapide zu.

Dieselbe Redakteurin wie bei dem obigen „Bella“ Interview, Frau Nina Poelchaus, diesmal aber für das Magazin der Süddeutschen Zeitung, berichtet jetzt nicht von vermittelten Tieren, sondern von den Angaben der Frau Rohn über

„hunderte Hunde wo die Resozialisierung geklappt habe“.

Bildzitat: Tierschützer 1-2003In der Zeitung Tierschützer im Dezember desselben Jahres, hat sich

„Christiane  Rohn mit über 770 Schicksalen von Hunden auseinandergesetzt“.

Hier taucht auch erstmals das Hundefüstern auf.

Plötzlich ist auch diese Fähigkeit bereits seit Kindertagen da.

Es wundert schon, dass dies bisher verschwiegen wurde.

Dass die Satzung des Vereins dem keinerlei Rechnung trug.

Aufhänger dieser ganzen Interviews waren die Hunde Dion und Bikon. Ebenso wie die „Journalistin“ Nina Poelchaus, werden uns diese noch gesonderte Berichte Wert sein.

Halten wir also fest:

Im August 2003 hatten wir 700 vermittelte Hunde, dann im Dezember 2003 haben wir eine Beschäftigung mit über 770 Hunde Schicksalen.

Wir berufen uns dabei nicht auf eine Quelle, eines Journalisten der aus welchen Motiven auch immer etwas schreibt. Wir haben die Entwicklung anhand von 5 Medien und 4 Autoren belegt, drei davon waren auf der alten Homepage des Vereins selbst verlinkt. (Man sollte davon ausgehen, dass niemand Lügen über sich selbst verlinkt.)

Im Oktober, November des folgenden Jahres 2004, erschien das Buch „Man nennt mich Hundeflüsterin“, im ComArt Verlag.
Bildzitat: Impressum
Dieses dürfte neben der Autorin Christiane Rohn, auch auf Grund der anderen Beteiligten über Zweifel erhaben sein. Wirkten doch bei der Texterfassung unter anderem mit: Gerlinde Pilz (eine Mitarbeiterin, die noch beim vorherigen Besitzer des Argenhofes tätig war und übernommen wurde), Klaus Schumacher (Polizist, Lebensgefährte und heutiger 2. Vorsitzender des Vereins) sowie Marianne und Norbert Wengerek, welche auch für die Redaktion verantwortlich zeichnen.

Dort lesen wir dann auf der Umschlagsrückseite, Bildzitat Umschlagrückseite ComArtals Verkaufsargument „von dem Wissen und Können, das sie sich im Verlauf etlicher Jahre bei der Arbeit mit über 3.000 Hunden erworben hat“.

In weniger als 8 Monaten (leider weiß niemand von uns den Zeitablauf vom Schreiben, Redaktion, Druckvorbereitung bis zum Druck und dann Verkauf eines Buches genau) eine Steigerung von der Beschäftigung mit über 770 Hundeschicksalen bis zur erledigten Arbeit mit über 3.000 Hunden!

Das sind fast 300 Hunde im Monat!

Die Arbeit mit 10 Hunden pro Tag???

Dabei müsste dann aber jeder Hund mit einer einzigen Behandlung fertig therapiert sein. Benötigt also keinen weiteren Kontakt zu Frau Rohn, und könnte dann eigentlich vermittelt werden, oder in Ruhe und Frieden in einem Gnadenhofrudel leben.

Bei einem Seminar zum Beispiel, kommt besonderer Druck auf. Hier sind ja nur 8 Hunde zugelassen. Selbst wenn man dies als Therapie gelten lassen würde, egal ob Dogsense oder Waldtrail, dann fehlen an diesem Tag schon Hunde im Plan.

Erstaunlich dabei, seit 2004 bleibt diese Zahl stabil, es muss einen Einbruch in der Anlieferung von zu arbeitenden Hunden gegeben haben. Denn noch heute ist diese Zahl von über 3.000 aktuelle auf allen Veröffentlichungen.

In Betrachtung dieser Fakten, können wir uns nur der Meinung des Hofes anschließen. Die Staatsanwaltschaft hat einfach Probleme „die besondere Art der Einrichtung des Argenhofes zu verstehen“.

Aber nicht nur diese Behörde, auch bei uns ist das Verständnis für viele Umstände und Handlungen um diesen Hof und seiner Leitung nicht recht entwickelt. Denn wenn einer behauptet er sei Kfz-Meister und dies nicht ist, dann ist das Betrug und wird geahndet.

Wenn auf einer Verpackung 125 Gramm Inhalt steht, und nur 65 Gr. wirklich drin sind, dann ist dies Betrug und wird geahndet.

Bei Frau Rohn nicht?

Eine zusätzliche Frage sei noch gestattet.

Wenn sich in der Beschreibung eines Buches, auf eine solch hohe Zahl praktischer Arbeit mit Hunden und der daraus gewonnen Erfahrung berufen wird, warum benötigt der Autor dann im Literaturverzeichnis die Quellenangabe von über 110 Bücher?

Was außer den speziellen Geschichten, wie zum Beispiel Nora/Yucca welches auch bei uns thematisiert wird, ist denn eigentlich Wissen von Frau Rohn. Hier würde sich eine Nachfrage bei den Beteiligten und der Inhaltlich verantwortlichen Redaktion sicher lohnen.

 

Bildzitat Wochenblatt 2002
Bildzitat: Bella 2003
Deckblatt, ComArt
Bildzitat Umschlagrückseite ComArt
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