Begonnen hatte das Jahr mit unserer Information über die Verquickungen Verein-Privat-Geschäft und den daraus plötzlich erfolgten Umbau der Vereins-Internetseite.

So weit – so gut, allerdings tritt auch heute noch der eigentliche Träger dieses Gnadenhofes (der Verein „Gnadenhof Lebenswürde für Tiere e.V.) so gut wie nie in das „Rampenlicht der Öffentlichkeit“.

 

- keine Veröffentlichung von Spendeneingängen

- keine Darlegung über die Verwendung von Spenden

- keine Aussagen über den Finanzbedarf für den Betrieb des Gnadenhofes

- keine Informationen über Vereinsaktivitäten

- keine Werbung von stimmberechtigten Mitgliedern

- keine nachvollziehbare Aussage hinsichtlich einer bestehenden Gemeinnützigkeit

 

Es scheint, als ob da im Hintergrund lediglich ein Grüppchen existiert, allein dazu bestimmt, die Entscheidungen einer Vereinsvorsitzenden abzunicken.

An der „lustige Handhabung“, so wie auf unserer Seite http://www.info-argenhof.de/html/vorstand___recht.html beschrieben, scheint sich nichts geändert zu haben.

Es gibt keinen Bericht über eine Jahreshauptversammlung Anfang 2007 und eine festgestellte Entlastung des Vorstandes.

 

Ebenfalls Anfang 2007 erfolgte die Information von uns über das merkwürdige „Kunststudium“ der Frau Rohn. http://www.info-argenhof.de/html/kunstlerin_rohn.html

Die Folge: Die Kunst verschwand von der Gnadenhof Internetseite.

Ganz? Nein, einen kleinen Teil hat man noch belassen, wie auf der Seite http://www.der-gnadenhof.de/index.php?lang=de&cont=pressetv nachzulesen ist.

Die dort einsehbaren Zeitungsartikel (komisch, es sind alles ältere) sprechen immer noch aus (Zitat): „Von Beruf ist Christiane Rohn Künstlerin. Der Erlös der Bilder wird umgesetzt in Futter.“ Nun, wir wissen es inzwischen besser und gehen davon aus, dass die Tiere auch andere Futterquellen haben, als durch den Bilderverkauf.

 

Seit Anfang 2007 sind auch heftige Bemühungen zu verzeichen, Tiere (speziell Hunde) vom Hof wegzuschaffen.

Ein, wie ich meine, wirklich positiver Aspekt des Jahres 2007 (wohl der einzige). Wir erinnern: In den „Hochzeiten“ des Gnadenhofes (kurz vor der staatsanwaltschaftlichen Durchsuchung) lebten (besser hausten) ca. 120 Hunde auf dem Hof, davon ca. 70 in der Hundehalle ohne Ausblick in Minizwingern.

Inzwischen hat sich diese Hundezahl auf etwa 30 Vereinshunde reduziert!

Schön? Eigentlich schön, wenn die Hunde inzwischen alle in Familien leben würden. Doch leider ist das nur bei einem kleinen Teil der Fall. Eine große Zahl wurde einfach auf Tierheime, oder an andere Vereine verteilt, ohne dass Frau Rohn als verantwortliches Vorstandsmitglied sich groß um deren Schicksal kümmerte. So ist mir ein Fall bekannt, bei dem 3 Hunde an einen Verein in München übertragen wurden, dieser die Hunde dann auf einen eigenen Gnadenhof unterbrachte und mittlerweile diesen Gnadenhof (und damit die Hunde) nicht mehr ausreichend versorgt.

Gegen eine solche Praxis spricht nach unserer Auffassung der Leitsatz des Gnadenhofes in Amtzell:

„Sie (gemeint sind die Tiere) alle sollen ihrer natürlichen Würde entsprechend leben dürfen, ohne irgendwelchen Nützlichkeitskriterien genügen zu müssen - dies ist das erklärte Ziel des Vereins.“

Nachzulesen hier: http://www.der-gnadenhof.de/index.php?lang=de&cont=argenhof/spenden_und_hilfe

Und natürlich werden für dieses Ziel auch weiterhin Spenden eingeworben und Tierpaten gesucht. Sogar noch für ein „großes Hundehaus“ und mehrere „Beschäftigungswelten“, obwohl zumindest für das Hundehaus meines Wissens immer noch keine Baugenehmigung vorliegt. http://www.info-argenhof.de/html/hundehaus.html

 

Trotz der erheblichen Reduzierung der Tierzahl (und auch der Anzahl der Mitarbeiter) scheint auch die Finanzlage des Vereins immer noch sehr kritisch zu sein.

So ist unter „Aktuelles“ im Tagebuch am 30.10.07 zu lesen:

„Im Moment haben wir wieder große Sorgen, weil uns noch 5000 Euro für diesen Monat fehlen“ http://www.der-gnadenhof.de/index.php?lang=de&cont=aktuelles

Tatsache, oder ein Aufruf, weil es auf Weihnachten zugeht?

 

Denn eigentlich dürfte die Finanzsituation auf dem Argenhof nicht soooo fürchterlich schlecht sein, wie ein Blick auf die nun neu eingerichtete gewerbliche Internetseite der Frau Rohn zeigt.

Wir erinnern hier an die Aussage über Frau Rohn:

„Sie, die Hauptverantwortliche, arbeitet ehrenamtlich und unterstützt den Hof darüber hinaus wesentlich mit ihren Einkünften aus Vorträgen, Seminaren, Beratungen, Buch- und Bildverkäufen.“

Nachzulesen hier: http://www.der-gnadenhof.de/index.php?lang=de&cont=argenhof/spenden_und_hilfe

12 Seminare in Deutschland und 9 in der Schweiz bei einem Basispreis von mind. 119,00 Euro pro Person sind schon recht erfreulich.

Dazu Trainerausbildungen, ein wohlgefüllter Verkaufsshop, DVD-Verkauf und „last not least“ das neu aufgelegte Hundeflüsterinbuch.

So mancher Gnadenhof würde froh ob eines solchen finanziellen Hintergrundes sein.

Für mich jedenfalls ein „Punkt zum Nachdenken“, solange nirgendwo zu erkennen ist, wie hoch der Anteil der Spenden und Patenschaftsgelder ist, der wirklich den Tieren zufliesst.

 

Hier bleibt zu hoffen, dass dem Gnadenhof-Trägerverein die ursprünglich doch recht hohe monatliche Miete an die Rohn/Speidel GbR inzwischen auf ein ortsübliches Maß reduziert wurde.

Wie schrieb diese Frau Speidel in ihrem „offenen Brief“ am 05.10.2006 nicht so schön:

„Die wahren Tierschützer sind hiermit aufgerufen, sich durch die Hetzkampagne der Aktivisten nicht irritieren zu lassen und sich an Ort und Stelle auf dem Gnadenhof davon zu überzeugen, dass eine besonnene weitere Unterstützung für Frau Rohn und ihren Verein dem Interesse der Tiere am besten nutzt.“

(Man kann nur hoffen, dass sie sich da auch mit einschließt.)

 

Ehrlich gesagt, lag meine Hoffnung in diesem Jahr darin, dass der Argenhof im Sommer als „Gnadenhof für Tiere“ aufhört zu existieren. Dies hat sich leider nicht erfüllt. Genauso wenig wie die Tatsache, dass wirklich alle Hunde die unmögliche Unterbringung in der dafür total ungeeigneten ehemaligen Reithalle verlassen konnten.

Noch möchte ich jedoch die Hoffnung dafür nicht aufgeben und baue trotz aller Enttäuschungen auf die Behörden in Wangen und Ravensburg, die (so meine Annahme) das recht merkwürdige Konstrukt in Amtzell weiterhin im Auge behalten.

Auf jeden Fall die Tiere dort haben es verdient!

 

Einer unserer Mitstreiter hat sich leider aus für mich nicht nachvollziehbaren Gründen im Sommer stillschweigend zurückgezogen. Lediglich seine „Argenmärchen“ stehen noch im Netz. Nun, er wird seine Gründe haben. Leider war es uns dadurch nicht mehr möglich, die begonnenen traurigen Verquickungen mit dem „Claushof“ http://www.info-argenhof.de/html/claushof.html weiter aufzudröseln.

 

30. November 2007

Klaus Schaper

 

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