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Die Tiervermittlung ist uns ein großes Anliegen!

(Wahrheit, oder wieder nur „Schall und Rauch“?)

Der Gnadenhofverein „Gnadenhof Lebenswürde für Tiere e.V.“ schreibt in seiner Vereinssatzung
 http://www.der-gnadenhof.de/index.php?lang=de&cont=argenhof/vereinssatzung unter §3:

 

„Zweck des Vereins ist in erster Linie Schutz, Pflege, Therapie und Wart verhaltensauffälliger und körperlich und seelisch misshandelter Tiere mit dem Ziel der Weitervermittlung, falls möglich.“

 

Ein sehr schöner Vorsatz, dem eigentlich nichts hinzuzufügen ist.
Die aktuelle Vereins-Internetseite nimmt darauf auch Bezug. Auf der Unterseite
 http://www.der-gnadenhof.de/index.php?lang=de&cont=argenhof/tiervermittlung
erfährt der interessierte Leser:

„Die Vermittlung ist uns ein großes Anliegen, weil der Gnadenhof keine Verwahranstalt für unerwünschte Tiere sein soll und auch nicht sein kann. Vielmehr geht es uns darum, für die Tiere ein neues Zuhause zu finden, damit sie wieder harmonisch und zufrieden mit Menschen zusammenleben können.“

und weiter:

„Wenn Sie sich entscheiden, ein Tier bei sich aufzunehmen, helfen Sie nicht nur dem Tier, auf das Ihre Wahl fällt, sondern auch seinem Nachfolger auf dem Gnadenhof.“

 

Auch dies ist alles noch prima, zumindest vom Text her.
Denn obwohl die Tiere laut Gnadenhof-Eigenauskunft auf der Seite

http://www.der-gnadenhof.de/index.php?lang=de&cont=argenhof/spenden_und_hilfe
unter der Prämisse leben:

„Sie alle sollen ihrer natürlichen Würde entsprechend leben dürfen, ohne irgendwelchen Nützlichkeitskriterien genügen zu müssen - dies ist das erklärte Ziel des Vereins.“

ist ein Leben in einem Familienverbund natürlich durch nichts zu ersetzen.

 

Doch mit dem Begriff „natürliche Würde“ ist das so eine Sache. Spätestens nach dem Abschlussbericht der Staatsanwaltschaft im Frühjahr 2006 http://www.info-argenhof.de/html/staatsanwaltschaft.html wissen wir, dass auf dem Gnadenhof in Amtzell (Zitat)
 „70 Hunde in Zwingern gehalten werden,
 die den Anforderungen der Hundeverordnung nicht entsprechen.“

Die Konsequenz damals: Der Gnadenhof bekam u.a. zur Auflage, die Zahl der Hunde zu reduzieren und die Unterbringungsörtlichkeiten zu verbessern.

(hier sei die Frage erlaubt, warum diese Aufforderung erst von einer Staatsanwaltschaft kommen muss und nicht schon im Vorfeld das zuständige Kontroll-Veterinäramt tätig wird.)

 

Waren bis zu dem damaligen Zeitpunkt die Tiervermittlungsbemühungen des Gnadenhofes schon als „sehr dürftig“ anzusehen, hätte nun also spätestens im Frühjahr 2006 eine Vermittlungsoffensive stattfinden müssen, um den Auflagen Genüge zu tun.

Es kam --- nichts!

Man beschränkte sich in der Öffentlichkeit auf eine Gegendarstellung zum Ergebnis der Ermittlungen. Zitat:

„Über die darauf folgende Presseerklärung der Staatsanwaltschaft waren wir schockiert. Unsere daher an die Staatsanwaltschaft gerichteten schriftlichen Anfragen blieben unbeantwortet. Wir hätten u.a. gerne die Fragen geklärt, welche Ermittlungsergebnisse zu der Aussage in der Presseerklärung der Staatsanwaltschaft geführt haben, dass manche Tiere erheblich gelitten hätten. Es hat bei uns auf dem Hof noch kein einziges Tier gelitten.

(Wirklich nicht Frau Rohn? Schauen Sie hier: http://dereferer.de/?http://net-disk.de/u/66beae3b8ad2bc6fc7ed0f58461d4a08/15059_argenhof-hund.pdf )

“Der Leidensweg der Tiere, die wir hier auf dem Hof aufgenommen haben, endete mit ihrem Einzug bei uns.”

 (Interessant. Und was ist mit diesem hier: http://www.forumromanum.de/member/forum/forum.php?action=ubb_show&entryid=1095432087&mainid=1095432087&USER=user_330887&threadid=11485617 78 Wollen Sie noch mehr Beispiele? )

“Da unsere Erinnerungen bis heute ignoriert wurden, sind wir gezwungen nun eine
D
ienstaufsichtsbeschwerde gegen die Staatsanwaltschaft einzuleiten und werden eine Petition im Bundestag vorlegen.“

(Es ist eigentlich überflüssig zu erwähnen, dass beides bislang nicht stattgefunden hat.)

 

Na ja, etwas kam dann schon. „Hinter den Kulissen“ begann ein hektisches Suchen nach Unterbringungsplätzen für Argenhofhunde. So wurde z.B. einem Verein in München, zu dem schon immer recht gute Kontakte bestanden, im März 2006 eine Liste von ca. 35 Hunden zugeschickt, die man unbedingt schnell vom Hof haben wolle.

Dabei wurde aber kein Wort von wegen:
 Bei ernsthaftem Interesse müssen Sie natürlich mit uns Verbindung aufnehmen, um hier vor Ort Bekanntschaft mit den Tieren zu schließen und sie näher kennenzulernen.“
geschrieben, wie es bei einer Privatvermittlung gefordert wird.

Ebensowenig wurde anscheinend überprüft, ob dieser Verein über die ausreichende Zahl von Unterbringungsplätzen verfügt (hatte er nämlich nicht, er hatte nicht mal ein Tierheim oder ähnliches, nur eine Internetseite für Vermittlungsbemühungen, aber die hat der Argenhof auch, dazu mit sicher mehr klicks täglich.).

Einfach die Frage „wie viele wollt Ihr?“ und dann ab mit den Hunden.

Keine größere Kontrolle, wo und wie die Tiere untergebracht werden und wie weiter mit ihnen weiter verfahren wird.

Auch merkwürdig: Alle Hunde wurden als unkompliziert, unproblematisch, oder völlig unkompliziert beschrieben. Keinerlei Hinweise, wie lange sie schon in den Argenhofkäfigen saßen.

Hier sei noch einmal an den Text in der Vereinssatzung erinnert:

Zweck des Vereins ist in erster Linie Schutz, Pflege, Therapie und Wart verhaltensauffälliger und körperlich und seelisch misshandelter Tiere.“

 

Als Beispiel sei hier einmal die Hündin „Nora“ genannt.

Nora kam ja laut Aussage von Frau Rohn in ihrem Buch auf Seite 282 als „ausgesetzter Hund“ im Sommer 2004 auf den Argenhof. Sie war augenscheinlich kein ausgesprochener Problemhund, denn Frau Rohn bekam sofort einen Bezug zu ihr. Die Beschreibung von Nora auf der aktuellen Vereins-Internetseite „Tiervermittlung-Hunde“:

Sie ist temperamentvoll und tollt gerne im Wasser herum. Ab und zu wird sie eifersüchtig. Das Jagen macht ihr auch oft großen Spaß!“

(Keine Rassebeschreibung, keine Altersangabe.)

 

Nora wurde 2006 auch dem Tierschutzverein in München angeboten.

Die Beschreibung damals:

Vizla-Mix, 3 Jahre, kastriert, verliert manchmal die Nerven, sonst unkompliziert.

(Der Münchner Verein hatte damals Nora nicht übernommen)

 

Im August 2006 tauchte Nora auf der privaten Argenhof-Vermittlungsseite von Steffi Noll auf. http://gnadenhofspende.forum-on.de/ftopic16.html

Dort tat sich jedoch auch nichts und so fragte jemand am 20.06.07 nach,
Lob Nora denn nun schon vermittelt sei.

Die lapidare Antwort kam von einer Argenhofangestellten: „Nora lebt nicht mehr auf dem Gnadenhof“

Kein Wort, ob sie eine Endstelle gefunden hat, oder in einem Tierheim sitzt, bei dem man sich um eine Übernahme bewerben könne.

Hier sei noch einmal an den Text in der Vereinssatzung erinnert:

„Zweck des Vereins ist in erster Linie Schutz, Pflege, Therapie und Wart verhaltensauffälliger und körperlich und seelisch misshandelter Tiere.“

 

Ein Hund hat es aber zu dem Verein in München geschafft.

Seine damalige Vita: Jando, American Stafford, 4 Jahre, Rüde, völlig unkompliziert.

 

Jando lebte bis 2006 zusammen mit der Hündin Enemy in einem 2x2m großen Käfig in der ehemaligen Reithalle.

Keine Vermittlungsbemühungen seitens des Gnadenhofvereins. Besucher hatten in die Reithalle keinen Einblick, konnten ihn also auch nicht zufällig entdecken.

Warum eigentlich bei einem „völlig unkomplizierten“ Hund, der sogar den seltenen jugendlichen Gassigängern anvertraut werden konnte?

 

Heute (August 2007) wird Jando vom Verein in München folgendermaßen vorgestellt:

Jando, Rüde, Pitbull, geb. 2002, Kast., geimpft, entwurmt!

“Der Rüde Jando ist ein lieber und sehr freundlicher Hund, er verträgt sich mit seinen Artgenossen gut, Jando ist sehr menschenbezogen, sehr verspielt und ein großer Schmuser. “
Quelle: http://www.engeldertiere.de/tierheim/vermittlung.htm

 

Hier dürfen die Fragen erlaubt sein:

1. Wie und warum wandelt sich ein AmStaff in einen Pitbull?

2. Warum wurde ein anscheinend so unkomplizierter Hund nicht früher vermittelt, anstatt ihn jahrelang in einen Hallenkäfig zu sperren?

3. Warum eine Abschiebung an einen Verein in Bayern? Dort ist Jando als „Kategorie1-Hund“ gelistet und dürfte kaum Vermittlungschancen haben.

4. In welchem Tierheim des Vereines aus München und wie ist Jando untergebracht?

 

Hier sei noch einmal an den Text in der Vereinssatzung erinnert:

„Zweck des Vereins ist in erster Linie Schutz, Pflege, Therapie und Wart verhaltensauffälliger und körperlich und seelisch misshandelter Tiere.“

 

Unser Eindruck daher nahezu zwangsläufig:

Dem Gnadenhofverein mit seiner Vorsitzenden Frau Ch. Rohn ging und geht es anscheinend nicht um eine wirkliche Familienweitervermittlung der Hunde.

Sie wurden gesammelt und tierschutzwidrig untergebracht, bis die Staatsanwaltschaft einschritt. Dann wurde eine unbekannte Anzahl einfach abgeschoben. Auch heute dürfen weiter Zweifel angebracht sein, wie unsere Beispiele hier zeigen: http://www.info-argenhof.de/html/hundehaltung.html

 

Und: auch Hunde, mit denen sich gut Spenden und Patenschaftsgelder einwerben lassen, wie mit diesen beiden

„Baghera“ http://www.info-argenhof.de/html/ein_hundeschicksal.html

“Sugar” http://www.klausschaper.de/sugar.htm

haben ein Anrecht auf ein Leben in einem Familienverband. Leider waren sie in der Liste der Hunde, für die 2006 dringend ein neuer Platz gesucht wurde, nicht enthalten.

 

Zitat-Gnadenhof:
„Die Vermittlung ist uns ein großes Anliegen, weil der Gnadenhof keine Verwahranstalt für unerwünschte Tiere sein soll und auch nicht sein kann. Vielmehr geht es uns darum, für die Tiere ein neues Zuhause zu finden, damit sie wieder harmonisch und zufrieden mit Menschen zusammenleben können.“

 

Erleben wir es denn jemals,
dass die öffentlichen Aussagen dieses „Gnadenhofvereins“
und die Realitäten übereinstimmen?

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